Hochdosierte Jodtabletten - wissenschaftlich korrekt heißen sie Kaliumiodid-Tabletten - sättigen die Schilddrüse mit nicht-radioaktivem Jod. Sie verhindern, wenn sie zur rechten Zeit eingenommen werden, dass sich radioaktives Jod in der Schilddrüse ansammelt.

Tritt bei einem schweren Unfall in einem Kernkraftwerk radioaktives Jod in die Umwelt aus, erhält die Bevölkerung im betroffenen Gebiet kostenlos Jodtabletten von den Behörden.

Beruhigend zu wissen: Es werden in Deutschland genügend Jodtabletten bereitgehalten, um die betroffene Bevölkerung - besonders Kinder und Jugendliche - gut zu versorgen.

Tablettenstreifen

Die Tabletten, die bei einem Unfall im Kernkraftwerk von den Behörden direkt an die betroffene Bevölkerung im Umkreis von 25 bis 100 km um das Kernkraftwerk verteilt werden (Zielgruppe: Kinder/Jugendliche bis 18 Jahre und Schwangere/Stillende), haben keine Schachtel und werden in Tablettenstreifen zu je 6 Stück verteilt. Wenn Sie diese Tabletten erhalten, bekommen Sie außerdem ein Merkblatt zur richtigen Einnahme (PDF, 1,0 MB).

Haushaltspackungen

Im Radius von bis zu 25 km um ein Kernkraftwerk werden im Notfall sogenannte "Haushaltspackungen" von den Behörden an die Bürger verteilt (Zielgruppe: Alle Personen bis 45 Jahre). Eine Schachtel enthält 20 Kaliumiodid-Tabletten mit jeweils 65 mg Kaliumiodid. Wenn Sie in einem Umkreis von bis zu 10 km um ein Kernkraftwerk wohnen, kann es sein, dass Sie die Tabletten bereits erhalten haben.

Rezeptfreie Tabletten

Möchten Sie selbst Jodtabletten bevorraten, können Sie diese auch rezeptfrei in der Apotheke kaufen. In diesem Hinweisblatt (PDF, 132 KB) finden Sie die notwendigen Angaben für die Bestellung durch Ihre Apotheke. Es gibt auch einige Online-Apotheken, bei denen die Jodtabletten bestellt werden können.